Blick hinter die Kulissen

Besichtigung der neuen Bundesbahndirektion

Im Anschluss an das 210. Business Breakfast bot sich für Mitglieder von wuppertalaktiv die besondere Gelegenheit, die ehemalige Bundesbahndirektion erneut zu besichtigen – diesmal mit Zugang zu Bereichen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht offenstehen.

Gemeinsam mit den Beigeordneten Dr. Sandra Zeh (Personal, Digitalisierung und Wirtschaft) und Annette Berg (Soziales, Jugend, Schule und Integration) sowie dem Projektleiter Tom Rosenkaymer erhielten die Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die zukünftige Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Dabei wurde deutlich, wie sich die Anforderungen an moderne Verwaltungs- und Arbeitswelten verändert haben. Neben den klassischen Büroflächen entstehen gemeinschaftlich nutzbare Bereiche, die den Austausch zwischen den verschiedenen Fachbereichen fördern. Fahrradkeller mit E-Bike-Lademöglichkeiten, Duschen, Aufenthaltsbereiche, Sporträume und eine Bibliothek sind Teil eines Gesamtkonzepts, das Zusammenarbeit und Begegnung bewusst unterstützt.

Ebenso beeindruckend war die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft, die das Gebäude an vielen Stellen sichtbar macht. Während der Sanierungsarbeiten kamen immer wieder überraschende Zeugnisse der Geschichte zum Vorschein. Da ursprüngliche Baupläne durch einen Brand verloren gegangen waren, förderten die Arbeiten unter anderem einen ehemaligen Luftschutzbunker sowie historische Verbindungsgänge zum Hauptbahnhof, zur früheren Hauptpost und zur Stadthalle zutage.

Die ehemalige Bundesbahndirektion war bereits bei ihrer Entstehung eines der repräsentativsten Gebäude der Stadt. Heute wird sie zu einem zentralen Verwaltungsstandort für Wuppertal weiterentwickelt. Künftig werden hier unter anderem das Einwohnermeldeamt, das Straßenverkehrsamt, das Jugendamt und das Jobcenter untergebracht sein. Ergänzt wird die Nutzung durch Bereiche der Bergischen Universität Wuppertal.

Den Abschluss der Führung bildete ein gemeinsamer Imbiss im historischen Kaisersaal. Auch dort begegnen sich Geschichte und Gegenwart: Bis heute existiert ein versteckter Zugang aus dem benachbarten Zimmer 101, der an die bewegte Vergangenheit des Hauses erinnert.

Mit der neuen Bundesbahndirektion entsteht mitten in Elberfeld ein wichtiger Ort für Verwaltung, Bildung und Begegnung. Gleichzeitig leistet das Projekt einen bedeutenden Beitrag zur weiteren Belebung der Innenstadt und zeigt beispielhaft, wie historische Bausubstanz für die Anforderungen einer modernen Stadtgesellschaft weiterentwickelt werden kann.

Unser herzlicher Dank gilt Dr. Sandra Zeh, Annette Berg, Tom Rosenkaymer und allen Beteiligten, die diese besondere Führung ermöglicht haben.